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Die Südermühle war
bereits im Jahr 1500 zusammen mit dem Dom und der
Nordermühle ein von weitem zu sehendes Wahrzeichen
von Meldorf, der damaligen Hauptstadt der
Bauernrepublik Dithmarschen.
In den folgenden Jahrhunderten wurde hier Korn zu Mehl,
Grütze, Viehfutter und vieles mehr mit Windkraft
gemahlen. Getreide war damals das einzige
Grundnahrungsmittel der Großfamilien bis die Kartoffel
hierher kam.
Während die Methode des Kornmahlens mit Hilfe von großen
Steinen bis heute gleich blieb, wurden die
Antriebstechniken verbessert. Nach den Bockmühlen,
bei denen der gesamte Körper auf einem Gestell von Hand
gegen den Wind gedreht wurde, kamen im 19. Jahrhundert
die Holländermühlen, bei denen nur die Kappe
mit den Flügeln gedreht wird, zunächst per Hand, später
automatisch per Windrad.
Während des großen Mühlensterbens in den 50er Jahren
gab auch die Südermühle ihre Tätigkeit gegen die
Konkurrenz der Motormühlen auf und verfiel.
Im
Jahr 1984 kauften die jetzigen Inhaber das Anwesen und
restaurierten die im Jahr 1892 als Galerieholländer mit
Windrose gebaute Mühle und den Kornspeicher nach altem
Vorbild von Grund auf.
Die Technik der Flügel und Windrose mit der 13 Tonnen
schweren Kappe wurde nach authentischem Vorbild
wiederhergestellt und funktioniert.
Der geräumige Speicher wurde umfunktioniert und dient
heute als Restaurant, Clubraum, Ferienapartment und
Weinlager.
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