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Schnell
wurde ein Förderverein für das Heimatmuseum aus der
Taufe gehoben. Vor allem Vorsitzender Rainer Stüben
und sein Stellvertreter Heinrich Hardorp waren in den
vergangenen Jahren eifrig damit beschäftigt, das
marode Gebäude wieder auf Vordermann zu bringen. Im
Erdgeschoss sind unter anderem ein historischer
Kaufmannsladen, eine Schuhmacherwerkstatt und die alte
Sattlerwerkstatt zu sehen. Außerdem wird hier ein
Raum der Burger Schifffahrt gewidmet, die besonders
gegen Ende des 19. Jahrhunderts sehr bedeutend war.
Ein Stockwerk höher findet sich neben einer alten
Zahnarztpraxis, dem Friseur und der Tischlerwerkstatt
die Hauptattraktion des Museums : Die
Museums-Apotheke.
Bereits
1983 entdeckte Apotheker Peter Sommer mehr oder
weniger zufällig in den Kellern, Abseiten und
Stallungen seiner Privilegierten Apotheke am Markt
eine reichhaltige Sammlung von alten
Apotheken-Geräten, Gefäßen und Möbeln, fast eine
komplette Landapotheke. Man schien Jahrhunderte lang
nichts weggeworfen zu haben. Als die Pläne, im
Stallgebäude der Apotheke ein Apotheken-Museum zu
errichten, scheitern, warteten die Schätze fast
zwanzig Jahre lang im Arzneikeller auf eine neue
Bleibe.
Im
Jahre 2002 waren die Räume im Obergeschoss des
Museums, wo als erstes die Apotheken-Sammlung
ausgestellt werden sollte, bezugsfertig. Schnell
zeigte sich, wie umfangreich die Apotheken-Sammlung
wirklich war und so entstanden Pläne für eine
komplette Museums-Apotheke, die der Burger Apotheker
in den nächsten 15 Monaten in mühevoller Kleinarbeit
umsetzte. Hier wurde eine Landapotheke aus dem 19.
Jahrhundert, bestehend aus Stoßkammer,
Materialkammer, Laboratorium, Offizin, Rezeptur,
Arzneikeller, Giftkammer und Kontor aufgebaut, die
komplette Einrichtung mit den alten Standgefäßen und
Geräten wie der Kräuter-Trommel und der
Tubenfüllmaschine stammen aus Peter Sommers eigener
Sammlung.
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