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Damit wird Ihnen ein
attraktives Museum präsentiert; und dies nicht nur
rein optisch, sondern auch mit modernem, multimedialem
Video-Equipment werden Sie mit vielerlei Informationen
zum Schifffahrtsmuseum NF versorgt, um Sie für die
Geschichte der Schifffahrt in Nordfriesland zu
begeistern.
Eine
kleine Gruppe tatkräftiger, von der Seefahrt
begeisterter Museumsmacher wird von zahlreichen Förderern
unterstützt in dem Ziel, nordfriesische Schifffahrtsgeschichte
zu veranschaulichen. Seit 1988 wird das Museum ständig
ausgebaut.
In ausgewählten Themenbereichen werden alltägliche,
doch für das Leben an der friesischen Küste typische
Vorgänge und Entwicklungen dargestellt: Beginnend mit
dem Schiffbau, dem Walfang und der Wattenfischerei
ergeben sich vielfältige Einblicke in das
Zusammenleben und -wirken der Küstenbewohner an Land
wie auf See. So führte beispielsweise der Wunsch, die
Seewege sicherer zu machen, zum ursprünglich privat
organisierten Tonnen- und Bakenwesen. Heute hat das
altehrwürdige »Commercium« der Stadt Husum andere
Aufgaben - für Seekarten sowie Pricken, Tonnen und
Leuchtfeuer sind staatliche Behörden zuständig. Ein
Molenkopf-Feuer zur Sicherung der Hafenzufahrt, die
Spitztonne aus Tönning von 1805, die 150 Jahre später
vor Amrum geborgen wurde, oder
die alten und neuen Seekarten künden von dieser
Entwicklung. Historische Navigationsinstrumente gelten
heute vielfach als »Nautiquitäten«. Sie prägen
gemeinsam mit stürmischen Meeres- und Schiffsbildern
die Vorstellungen verklärender Seefahrer-Romantik,
die im Schifffahrtsmuseum NF durch zahllose
»Realien«, also historische Dokumente und
Belegstücke, korrigiert werden.
Im
Ausstellungsprogramm gewinnt das vor drei Jahren
geborgene Wrack des »Friesland-Schiffes« eine
besondere Bedeutung, belegt es doch intensive
Schiffsverbindungen zwischen den niederländischen und
nordfriesischen Wattenküsten.
Von
einem handwerklichen Familienbetrieb in Eiche gebaut
ist das Hinterschiff der Eiderschnigge, das die Tönninger
Dawartz-Werft im Museum in eindrucksvollem, offenem
Spantengerüst errichtete. Durch heissen Wasserdampf
biegsam gemachte starke Eichenbohlen wurden über die
stabilen Spanten gebogen und dort festgeschlagen. Auf
dem Kielbalken ruht das sogenannte Kielschwein, das
den Mast aufnimmt.
Einfache Maschinen wie
Rollen und kraftsparende Taljen (Flaschenzüge)
erleichtern die Arbeit am Ladebaum und beim Segeln.
Ein spezieller Baum im Museum erlaubt es Kindern und
Erwachsenen, auch selbst Hand anzulegen und die
Arbeitserleichterung durch die Taljen zu erleben.
Museum zum Anfassen!
Ein halbes Dutzend
historischer Ankertypen, mächtige Propeller und
verlorene Seitenschwerter zeigen die Fortschritte im
Verständnis ebenso auf, wie die Schiffsmodelle und
funktionstüchtigen Schiffsmotoren die Entwicklung von
der Dampfmaschine über den Glühkopfmotor zur Turbine
erkennen lassen.
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