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In der frühen Neuzeit wurden in der gegenüber
liegenden Marienkirche und in der Priesterkate auch
die Landtage der Ritter- und Landschaft abgehalten.
Die Stände tagten gern in Büchen, der geografischen
Mitte des Herzogtums Lauenburg, das keine Stadtmauern
hatte. So konnte der Fürst weniger militärischen
Druck bei der Forderung nach Steuern ausüben als in
den Städten Ratzeburg und Lauenburg. Entsprechend
seiner Bauweise gehört die Priesterkate zum Typus des
Niedersächsischen Fachhallenhauses: ein Zwei-Ständer-Bau
mit einem Reetdach und mit in Lehm gebauten Wänden.
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1987
verkaufte die Kirche das Haus an die Gemeinde Büchen.
Seitdem steht die Priesterkate aufgrund ihres
besonderen historischen und baulichen Wertes unter
Denkmalschutz. Seit der Beendigung der Restaurierung
und Modernisierung im Jahre 1991 ist das Gebäude der
Öffentlichkeit als Kulturtreffpunkt zugänglich.
Die Priesterkate präsentiert
eine Dauerausstellung über Grenzen von der Zeit Karls
des Großen und über die ehemalige innerdeutsche
Grenze bis heute. Ein weiterer Raum zeigt die
Geschichte des Delvenau-Stecknitz-Kanals, der
"nassen Salzstraße" von Lauenburg nach Lübeck.
In der Diele mit ihrem
historischen Ambiente finden Veranstaltungen
unterschiedlichster Art statt: Vom Jazz-Abend und
Kindertheater bis hin zu Ausstellungen und Tagungen.
Die Vielfalt des Programms hat die Priesterkate zu
einer überregional bekannten Einrichtung gemacht.
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