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Im
Jahre 1947 wurde "U-995" zusammen mit zwei
weiteren VII- C-Booten von der Königlichen Norwegischen
Marine übernommen. Die Artilleriewaffen wurden entfernt
und der Turmanbau geändert.
Ab Dezember 1952 fuhr es
als "Kaura" – NATO-Bezeichnung "S
309" – unter norwegischer Flagge. Mit einer
Besatzungsstärke von 45 Mann wurde es in der Küstenverteidigung
und als Schulboot eingesetzt und nahm in den folgenden
Jahren an zahlreichen NATO-Flottenübungen teil.
1965 beschloss die
norwegische Marine, der deutschen Bundesmarine das Boot
als Zeichen der Aussöhnung zum Geschenk zu machen. Am
14. Oktober 1965 nahm der Schlepper "Fairplay
II" den Kriegsveteranen auf den Haken und, trat mit
ihm den Marsch nach Kiel an.
In
Deutschland zeigte sich, dass es nicht einfach war,
einen würdigen Aufstellungsort zu finden. Rund 750.000
DM – so die damalige Kalkulation, würde es allein
kosten, das Boot an Land zu bringen und aufzustellen.
Weitere ständige Kosten werde die Pflege des dauernd
von Rost bedrohten Bootskörpers verursachen. Nachdem
Kiel und Wilhelmshaven abgewinkt hatten und auch das
Interesse des Deutschen Museums in München angesichts
der Kosten des Überlandtransports schnell erloschen
war, wurde das Boot nach eingehenden Überlegungen und
Kalkulationen als Leihgabe der Marine an den Deutschen
Marinebund übergeben.
"U-995" wurde
im Marinearsenal Kiel in einen zur Besichtigung
geeigneten und weitestgehend dem ursprünglichen
entsprechenden Zustand gebracht. Dann wurde es im
Geschirr der Kräne hängend, durch einen eigens dafür
ausgebaggerten 500 Meter langen Kanal von drei Metern
Tiefe und 42 Metern Breite nach Laboe überführt und
auf ein vorbereiteten Podest abgesetzt.
Am 13. März 1972 um
13.00 Uhr war die Arbeit getan. Seither wurde
"U995" zum Anziehungspunkt von fast 10 Mio.
Besuchern.
Dieses unerwartet hohe
Besucherinteresse versetzte den Deutschen Marinebund in
die Lage, die mit der Aufstellung verbundenen Kosten von
insgesamt 900.000 Mark in relativ kurzer Zeit
abzutragen. Aber auch die Unterhaltungskosten für das
Boot sind beträchtlich. Weit über eine Million
Mark mussten in den zurückliegenden Jahren an
Sanierungskosten aufgewendet werden. Auch in Zukunft
wird sich daran nichts ändern, will der DMB
"U-995" seinen Besuchern weiterhin in
tadellosem Zustand präsentieren. Heute besuchen jährlich
etwa 350.000 Menschen das Boot. Als
historisch-technisches Museum soll es dabei keineswegs
nur andächtiges Staunen über die Leistung der Männer
wecken, die einst unter qualvoller Enge in seinem
Inneren die Schrecken des Krieges erleiden mussten. Es
soll vielmehr gerade das Grauen und die Leiden des II.
Weltkriegs der heutigen Generation mahnend und
abschreckend vor Augen führen.
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