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Die Gestalt der Nordseeküste, der vorgelagerten Inseln und Halligen dieser jüngsten Gebilde aus Marschboden
im Wattenmeer - hat sich immer wieder verändert. Heute ziehen sich lückenlos Deiche von Wedel an der Elbe bis hinauf zur dänischen Grenze.
Landgewinnung wird nach wissenschaftlichen Methoden betrieben, Schleusen regulieren die Entwässerung des Binnenlandes. Und doch bleibt die Abhängigkeit vom Meer eine dauernde Gefahr .
Zugleich liegt in ihr aber auch ein starker Reiz: Der ewige Wechsel von Ebbe und Flut, das Wachsen des Landes und seine jederzeit mögliche schreckliche Verminderung verursachen ein besonderes
Bewusstsein in den Menschen »hier oben«. In der Marsch riecht es nach
Salz und nach Freiheit - und nach Stolz!
Und so oft auch der Ausspruch des Marschbauern zitiert wird, dessen Sohn den Hof verlassen und in die weite Welt ziehen wollte, so bezeichnend ist er nun mal. Sagte der Alte, unbewegten Gesichts und blauen Auges:
»Min Söhn. Wat wullt du in de Welt? Hier is de Masch! Un de Welt- de is man all bloß Geest!« |