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SH-Lotse - Regionales -  Geschichte

Das neue Schleswig-Holstein-Lied

Anfang des 19. Jahrhunderts wuchsen nationale und liberale Bestrebungen; auf dem Sängerfest in Schleswig wurde 1844 zum erstenmal das Schleswig-Holstein-Lied gesungen.
Auseinandersetzungen mit Dänemark führten im Krieg von 1864 zur Loslösung Schleswig-Holsteins: 1867 wurden die Herzogtümer als Provinz Schleswig-Holstein Preußen einverleibt. 1920 kam, nach einer Volksabstimmung, das überwiegend dänische Nordschleswig an Dänemark; Schleswig-Holstein verlor ein Fünftel seiner Fläche. Seit 1946 ist Schleswig- Holstein selbständiges Bundesland mit Regierungssitz in Kiel.Kiel
Lübeck spielte immer eine Sonderrolle. 1143 hatte Graf Adolf II. von Schauenburg die Siedlung anstelle der slawischen Burg Buku gegründet. Nach einem vernichtenden Brand trat er den Ort 1158 an seinen Lehnsherren Heinrich den Löwen ab, der 1159 eine Neugründung vornahm und ein Jahr später das Bistum Oldenburg hierher verlegte. Im Kampf gegen Heinrich zog Kaiser Friedrich I. in Lübeck ein und belohnte es für seine Unterstützung mit einem kaiserlichen Freibrief. Die endgültige Reichsfreiheit wurde 1126 durch Kaiser Friedrich II. ausgesprochen.
Zusammen mit Hamburg um 1240 die Keimzelle der Hanse bildend, wuchs Lübeck nach und nach zum Zentrum und wichtigsten Handelsplatz des Ostseegebietes. Die Übrigen Hansestädte in diesem Raum entstanden zumeist als Tochtergründungen und übernahmen auch das lübische Recht. Zur Sicherung seiner Schifffahrt erwarb Lübeck 1329 Travemünde. Nach den Siegen über Dänemark 1362 und 1370 erreichten Stadt und Hanse ihre höchste Blüte. Lübeck war die größte Stadt Norddeutschlands; es beherrschte die Wirtschaft in ganz Nordeuropa.
Für den Handel mit Lüneburger Salz wurde 1391/98 der Stecknitz-Kanal zwischen Lübeck und Lauenburg gebaut (Neubau des Elbe-Lübeck-Kanals 1900). 1520 gewährte die mächtige Hansestadt dem geflohenen späteren Schwedenkönig Gustav Wasa Unterkunft und Hilfe im Befreiungskampf seines Landes gegen Dänemark. Die Schwächung des Ostseehandels im 16. Jahrhundert glich die Stadt durch verstärkte Beziehungen nach Westen, vor allem nach Spanien, aus. Das Hansebündnis endete 1630.Lübeck
Glücklicherweise konnte der Dreißigjährige Krieg durch die im 16. und 17. Jahrhundert errichteten Festungsanlagen von Lübeck ferngehalten werden; 1806/13 besetzten jedoch französische Truppen die Stadt; ihre Stellung als Reichsstadt ging verloren, und ihre wirtschaftlichen Nöte wuchsen. Sie trat deswegen 1866 dem Norddeutschen Bund und zwei Jahre später, 1868, dem Zollverein bei. Durch die Eingliederung in die preußische Provinz verlor Lübeck 1937 seine Reichsunmittelbarkeit.
Die belegbaren Anfänge Hamburgs führen ins frühe 9. Jahrhundert: Um 825 wurde die Hammaburg als Grenzkastell zwischen Alster und Elbe angelegt. Das 834 gegründete Erzbistum - der erste Bischof war der später heiliggesprochene Ansgar - wurde Ausgangspunkt für die Christianisierung des europäischen Nordens. Bis ins 12. Jahrhundert blieb Hamburg Grenzort: Neunmal wurde er bis 1139 von Dänen und Wenden zerstört. Erst unter der Herrschaft der Schauenburger entstanden eine planmäßige Kaufmannssiedlung und eine Hafenanlage; 1188/89 erlangte Hamburg Markt-, Handels- und Schifffahrtsprivilegien und Zollfreiheit.

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