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Die Anfang des 13. Jahrhunderts angelegten Stadtbefestigungen bestanden bis ins 16. Jahrhundert.
Durch die Vereinigung von bischöflichem und gräflichem Stadtbesitz (nach dem Sieg bei Bornhöved) konnte sich die Stadt schnell entwickeln; 1321 trat sie der Hanse bei.
Sie erwarb wichtige Orte und Landstriche in der Umgebung, um die
Unterelbe und die ungestörte Verbindung nach Lübeck zu sichern.
Die selbständige und auf Neutralität ausgerichtete Politik Hamburgs führte zum Widerspruch gegen die 1510 der Stadt zuerkannte Reichsunmittelbarkeit.
Die Einführung der Reformation brachte der Stadt durch die Säkularisierung der Klöster erheblichen Grundbesitz ein; sie entwickelte sich nach dem Niedergang der Hanse durch den Zuzug vieler Kaufleute zur Großstadt und wurde, in Nachfolge Lübecks, zum ersten
Handelsplatz Nordeuropas. 1558 wurde die älteste Börse des Nordens gegründet.
Auseinandersetzungen mit den dänischen Landesherren bestimmten das späte 16. und das 17. Jahrhundert; die Stadt
schloss sich nun enger an das Reich an und erhielt 1618 die Bestätigung ihrer Reichsunmittelbarkeit. Vom Dreißigjährigen Krieg wurde
Hamburg dank seiner verstärkten Befestigungsanlagen verschont.
Die Belagerung durch Christian V. von Dänemark konnte mit Hilfe des Großen Kurfürsten und des Herzogs von Lüneburg-Celle abgewehrt werden. Reichsunmittelbarkeit und Unabhängigkeit von Dänemark wurden 1768 im Gottorfer Vergleich endgültig bestätigt.
Neue Unruhen bewirkte die Französische Revolution: 1803 blockierten die Engländer die Elbmündung, 1806 bis 1814 besetzten französische Truppen die Stadt. Nach diesem Rückschlag blühte der Handel jedoch durch neue Beziehungen nach Nord-, Mittel- und Südamerika wieder auf.
Die politische Selbständigkeit fand ein Ende, als Hamburg 1867 Mitglied des Norddeutschen Bundes wurde und 1888 dem
Zollanschluss an das Deutsche Reich zustimmte. 1842 fiel ein Drittel der Stadt einem Brand zum Opfer; 1892 forderte eine Cholera-Epidemie
8.600 Tote. Fast ihre gesamte Handelsflotte verlor die Stadt nach dem Ersten Weltkrieg.
1937 wurden durch das Groß-Hamburg-Gesetz die Städte Altona, Harburg und Wandsbek sowie 27 Landgemeinden eingegliedert - im Tausch gegen Geesthacht, Groß-Hansdorf, Schmalenbek und Cuxhaven. Dem Zweiten Weltkrieg fielen 53 Prozent der Wohnfläche, 60 Prozent der Hafenanlagen, 40 Kirchen und viele öffentliche Gebäude zum Opfer; die gesamte HandeIsflotte ging verloren. Der Wiederaufbau, so heißt es offiziell, war im Jahre 1960 im wesentlichen abgeschlossen. |